KulturKino zwenkau

- so einmalig wie die Landschaft

Ein kurzer Überblick über die

Geschichte des Hauses



Der Zwenkauer Fotograf Friedrich Franz Rosenberg hatte bereits zwei Kinos in Zwenkau betrieben, welche beide mit der Zeit zu klein wurden. Nach nur sechs Monaten Bauzeit eröffnete er 1927 ein modernes Theater im Art-déco-Stil mit über 700 Sitzplätzen. Es entsprach den modernsten technischen Anforderungen dieser Zeit. Der Entwurf stammte von dem damals angesehenen Zwenkauer Architekturbüro Harnisch & Germer.

Im Februar 1955 fand die erste Veranstaltung nach einer längeren Pause statt.
1973-76 erfolgte der Umbau zum Kulturhaus (Mehrzweckgebäude) mit 600 Plätzen; ein Café, Zirkelräume und die Wohnung des Kulturhausleiters wurden zusätzlich eingerichtet. Mit der Wiedereröffnung erhielt das Haus den Namen "Kulturhaus Freundschaft".

Nach dem Umbau wurde nun eine vielfältige Nutzung des Hauses möglich. Es gab ein breites Angebot für alle Altersgruppen. Veranstaltungen verschiedener Art konnten stattfinden. Im Laufe der Jahre 1978-1990 traten zahlreiche bekannte Künstler im Kulturhaus auf. Bereits im Januar 1978 konnte der 100.000. Besucher des Kulturhauses begrüßt werden. In der gesamten Zeit von 1976 bis 1990 hatten etwa 775.000 Menschen das Kulturhaus besucht.

Im Juli 1990 kam die Schließung des Hauses. Der Saal wurde alsbald als Lagerraum genutzt und das Gebäude sich selbst überlassen. So verfiel das Haus zunehmend innen und außen. Der Eigentümer, die Stadt Zwenkau, suchte zwar in diesen Jahren nach einem Träger, der den Betrieb des Kulturhauses sichern sollte, doch war leider nicht erfolgreich. Es wurde schließlich ein Abrissantrag gestellt und auch genehmigt.

Zu diesem Zeitpunkt (2003) wurde die kulturinitiative zwenkau e.V. ins Leben gerufen. Sie bemühte sich um ein tragfähiges Konzept zur Wiedereröffnung des ehemaligen Kulturhauses und die Verhinderung des Abrisses. Seit Ende 2003 ist die kulturinitiative zwenkau e.V. Eigentümer und Betreiber des Hauses und saniert dieses in den Schritten, welche die Finanzsituation gerade zulässt.

Dieser Text ist ein Auszug aus der Magisterarbeit von Ina Kesselbauer.
Die vollständige Version kann hier eingesehen werden.